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30.7.2008, 13. Tag: Norduz - Sisilan (Armenien)

Posted by admin on July 30, 2009
Iran 2009 / No Comments

30.7.2008, 13. Tag: Norduz - Sisilan (Armenien)
Von Schlafplatz bis zur Grenze waren es noch etwa eine Stunde. Die Gebrigszüge wurden kantiger und höher, scheinbar eine gute Landschaft um eine Grenze zu erbauen. Die Grenze ist am Fluss gelegen, mit einer Brücke wird Armenien mit dem Iran verbunden. Es ist noch sehr ruhig, wir sind sogar zu frueh, Customs hat noch nicht geoeffnet.
Auch hier kam gleich ein iranischer Polizist und erledigte fuer uns die Ausfuhrpapiere. Lediglich zur Polizei mussten wir noch, den Stempfel holen.
Auf der armenischen Seite waren Sie noch nicht bereit, lag wohl an der halben Stunde Zeitverschiebung. Unter der Brücke des Grenzflusses riss ein brauner Strom durch, anständige Strömung, mit rueberschwimmen war da wohl nichts ;) .
Am armenischen Grenzposten angekommen meinte wir zuerst es sei Russland. Die Grenzwächter in ihren unformen und grünen Hüten hatten was streng russisches an sich.
Der Passagier musste weiter vorne ein VISA machen gehen, der Chauffeur gleich an dem ersten Posten. Das war auch kein Problem, etwa 15min warten, bis er da war, 15min fuer die Person vor mir und 15min fuer mein VISA. Der Grenzwächter konnte sogar etwas deutsch sprechen, er haette es in der Schule im Grenzdorf gelernt.
Die Grenzpolizisten, die dann den Pass kontrolierten hatten etwas lange. Sie glaubten mir zuerst nicht, dass der Pass echt ist, Sie konnten die Schweiz im PC nicht finden. Nachdem ich mit Fahrzeugausweis, Identitätskarte und Führerschein nachgedoppelt hatte, glaubten Sie es allmählich. So wie ich’s verstanden habe bin ich dann als Chilene eingereist.
Das Auto wollten Sie ganz ausgeladen inspizieren. Ich musste also das gesammte Material rausschaffen, vom Hund beschnuppern lassen und wieder einpacken. Dies dauerte eine Weile, der Grenzwächter hatte ne riesenfreude, dass ich dem Hund “Dog-Snacks” anbot. Waren eigentlich um sich bei verwilderten Hunden bekannt zu machen, aber er hatte jedenfalls Freude.
Nachher wieder alles eingepackt, wiedermal aufgeraeumt und vorallem auch “vorlorenes” wiedergefunden ;)..

Nach der Grenzkontrolle kamen noch die Wagenpapiere, dies hat erneut etwa eine Stunde gedauert. Vorallem habe anfänglich nicht begriffen wie man was wo machen muss.
Etwa 50 Euro musste man bezahlen, Pass kopieren lassen etc. und dannach durfte man einreisen. 10 Tage lang durfte man sich in Armenien aufhalten, ohne Papiere zu verlängern.

Zuerst am Fluss bzw. am Grenzzaun entlang und nach etwa 10km Richtung Norden in die Berge rein. Wunderschöne Kaukasus Täler, grün, menschenleer und mit Wolken/Nebel durchzogen. So richtig Alpin könnte man sagen. Schnell hat die Landschaft gewechselt, kaum aus dem Iran raus, in die feuchten Berge rein.

In der nähe von Sisilan (von Sisilan nach Norden auf der Hauptstrasse) hat eis einen Steinkreis ähnlich wie Stonehenge (http://www.carahunge.com), das erste Sternobservatorium, welches existierte. Archaeologische funde, wie Wandmalerien gehen in diesem Gebiet bis zu 8000 vChr. zurück. Sehr bewegend..
An diesem Platz hat uns ein einheimischer zu sich eingeladen. Zuerst gings zu seinem Kollegen, dessen Tochter Geburtstag feierte (mit einem riesen Essen, Tanz und Dessert, natuerlich alles mit Vodka begleitet). Dannch zu sich zw. ins Haus der Eltern. Alle waren herzlich nett, wir jedoch kamen langsam in den Stress noch einen Schlafplatz zu finden. Natuerlich haetten wir bei denen Uebernachten können, aber wollten wir irgendwie nicht..
Sie zeigten uns noch den See, einen Pltz zum baden, wir jedoch entschieden uns für die noch sonnige Seite, auf dem gegenüberliegenden Ufer. Wunderschöner Platz, mit einem Bad, Sonnenuntergang und dann am nächsten Morgen Sonnenaufgang.